Konzerte und Aktuelles

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Musik der Webseite

Enjott Schneider

Toccata "Schlafes Bruder"

Hansjörg Albrecht | Orgel

Mit freundlicher Genehmigung von Enjott Schneider und des Labels Ambiente Records


www.ambiente-audio.de

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Presse
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Tölzer Orgelfesttage 2012

Virtuose Musizierkunst | Ein Rückblick

Krönender Abschluß der Tölzer Orgelfesttage 2012  - Jugendorchester begeistert am 09.11.2012

Welch ein Ereignis. Die Tölzer Orgelfesttage erlebten zum Abschluß ein denkwürdiges Konzert in der Stadtpfarrkirche. Dabei stand nicht die Orgel im Vordergrund, sondern über 60 Jugendliche vom Münchener Odeon-Sinfonieorchester.... Leiter ist der Chilene Julio Doggenweiler Fernandez. Den Auftakt mit Händels Konzert in B-Dur Op.7 Nr.1 für Orgel und Orchester gestaltete Hansjörg Albrecht auf der kleinen Orgel .... Ein pompöser Beginn... mit virtuos-konzentrierten Floskeln bis zur barocken Fuge und einem tänzerischen Kehraus.Bereits hier verblüffte die vollendete Einheit beider Gegenpole. .. .Mit seiner Improvisation "The Tempest" (Der Sturm) nahm Hansjörg Albrecht die literarische Vorlage von Shakespeares letztem Theaterstück auf und formte daraus ein fulminates Klang-Inferno... Frenetischer Beifall und Bravo-Rufe erklangen noch lange nach Konzertschluß!

Egon Hempel, Tölzer Kurier, 12.11.2012

 

Hexentanz an der Orgel : Kiviniemi am 12.10.2012

So etwas gab es bisher noch nicht: Beim dritten Konzert der Tölzer Orgelfesttage stieg ein Teil des Publikums zur Orgelempore in der Stadtpfarrkirche hinauf.... Die Zuhörer wollten den Organisten bei seinem Spiel beobachten. Wobei der Begriff "Spiel" bei Kalevi Kiviniemi untertrieben war. Fast wie ein Derwisch bearbeitete der Finne die Pedalbässe, blitzschnell wechselte er Position und Lage der Beine. Es war ein wahrer Hexentanz.... Gewaltige Klangwalzen wechselten sich mit lyrisch-zarten Passagen ab und zogen die Besucher in ihren Bann. Der skandinavische Großmeister... präsentierte wohl hier noch nie gehörte Orgelklänge....

Es ist unmöglich, sich der Magie seiner monumentalen Spielweise zu entziehen. Unter seinem Spiel schienen die klanglichen Möglichkeiten der... Tölzer Jann-Orgel unerschöpflich zu sein.  Zum Schluß gab es dann Ovationen für eine musikalische Sternstunde im Isarwinkel.

Egon Hempel, Tölzer Kurier, 17.10.12

 

Hansjörg Albrecht und Babette Haag begeistern bei Doppelkonzert am 15.06.2012

Der Begriff "Orgelfesttage" verheißt die Präsentation besonderer Werke in herausragender Weise. Wenn die "Nordischen Klangweltern"... dann noch auf zwei verschiedenen Orgeln dargeboten werden, dürfte ein Maximum an musikalischen Eindrücken garantiert sein.... Organist Hansjörg Albrecht begann auf der Vleugels-Orgel in der Franziskanerkirche mit Gustav Holsts populärer Orchestersuite "Die Planeten"...

... Das an Raffinesse und Bildkraft kaum zu überbietende Werk war bei Albrecht bestens aufgehoben.

Der anschließende kleine Spaziergang zur Stadtpfarrkirche ... tat dem zahlreich erschienen Publikuk gut... Babette Haag, oft als Schamanin aus dem Reich der Töne bezeichnet... umgab sich mit einer Fülle an Percussion-Instrumenten und zauberte in Werken von Britten, Clark, Hovland, Grieg... eine geradezu übersinnliche Ton- und Rhythmusmalerei....

Griegs "Peer-Gynt-Suite"... und zum Finale die gewaltige Choralfantasie "Christ ist erstanden" komplettierten diese Orgelnacht zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Egon Hempel, Tölzer Kurier, 19.06.2012

 

Auftakt der Tölzer Orgelfesttage 2012 am 04.05 : Eine Klasse für sich

Der Musikdirektor der Westminster Cathedral in London, Martin Baker, beschert seinen Zuhörern einen sagenhaften Konzertabend

Es ist selten, dass jemandem, der mit Schreiben sein Geld verdient, die Worte fehlen. Doch das Eröffnungskonzert der 4.Tölzer Orgelfesttage... ließ Journalisten wie Publikum tatsächlich fast sprachlos zurück. ...Martin Baker gab weniger ein Konzert denn eine Demonstration: Mit sagenhafter Präzision bis ins kleinste Detail, struktureller Klarheit und teils freigeistiger Registrierung stellte Baker nicht nur seine ganze spielerische Kompetenz unter Beweis. Vielmehr erwies er sich als Organist einer völlig eigenen Liga.... Erstmals standen dabei in Tölz englische Werke aus fünf Jahrhunderten auf dem Programm. Zuerst spielte Baker an der Chororgel nur mit Manual, ehe er auf die Hauptorgel wechselte.... Es wehte ein Hauch Unzähmbarkeit durch die Kirche, vielleicht sogar ein bisschen Wahnsinn: Die Notenarchitektur wurde zur Basis, um funkensprühende Freiheit und Lebendigkeit genauso herauszuarbeiten wie Sentiment ohne Pathos und Haltung ohne Verkniffenheit.... Immer wieder musste sich das Publikum ordentlich auf die Nägel beissen, um nicht mittendrin in Jubel auszubrechen oder zu klatschen... Donnernden Applaus, Juchzer und Bravorufe gab es am Ende - und die Gewissheit, ab jetzt Orgelkonzerte anders zu hören.

Claudia Koestler, Tölzer Kurier, 07.05.2012

 

Sonderkonzert mit Pianistin Valeria Resjan am 27.01.2012 in der Franzmühle

Wie ein Gewittersturm

Die Pianistin demonstriert tiefes musikalisches Verständnis

.... Eine musikalische Brücke zwischen den Orgelfesttagen des vergangenen Jahres und dem diesjährigen Motto "Nordische Klangwelten" sollte damit gespannt werden.

... Engagiert ging sie dann mit Eignar Englunds 1950 entstandener "Introduktion und Toccata" um.  Gleich einem Gewittersturm fegte sie über die Tasten. Dass noch eine Steigerung möglich war, demonstrierte sie mit den "Études-tableaux" op. 39 von Sergej Rachmaninow".... Die hohen musikalischen und technischen Anforderungen meisterte Resjan mit Bravour, was sie bereits beim Eingangswerk unter Beweis stellte: Mit  Beethovens Sonate Nr. 18 op. 31/3.... Nach dem heftigen Beifall der zahlreichen Zuhörer gab es als Zugabe noch einen rasenden Tastenritt des Russen Moritz Moszkowski...

Egon Hempel, Tölzer Kurier, 30.01.2012

 

..furioses Ende...

… mit dem Werk Rachmaninows, das die Künstlerin in den lyrischen bis impressionistischen Stellen des ersten und vierten Satzes klangschön spielte, aber auch die enormen technischen Schwierigkeiten der übrigen Sätze bewältigte“.

Reinhard Szyszka, Süddeutsche Zeitung, vom 30.1.2012

 

Tölzer Orgelfesttage 2011

Abschlußkonzert der Tölzer Orgelfesttage 2011 am 16.Oktober

Ein Fest für Auge und Ohr

Drei Elemente machten den vierten und letzten Spieltag der Tölzer Orgelfesttage zu einem beglückenden Erlebnis: Zum einen war da das höchst anspruchsvolle Programm mit Transkriptionen von Werken russischer und estnischer Komponisten.
Zum anderen präsentierte sich der souveräne Organist Hansjörg Albrecht in glanzvoller Form. Und als Besonderheit kam noch dazu, dass das zahlreich erschienene Publikum Albrechts Agieren am Orgeltisch in der Franziskanerkirche auch optisch über eine Leinwandübertragung mitverfolgen konnte.

Mit Rachmaninows populärem ,,Prelude cis-Moll Op. J Nr. 2" tauchte Albrecht zu Beginn in die Welt des frühen Mittelalters ein. Auch Rachmaninows weltberüihmte ,,Vocalise" mit ihrer zu Herzen gehenden Gefühlswelt durfte nicht fehlen. Elemente des russischen Kirchengesangs nahm Tschaikowskys Fantasie-Ouvertüre,,Romeo und Julia" auf, die bekannte, mehrmals von ihm veränderte Coda endete mit wuchtigen Schlägen. Auch der estnische Komponist Arvo Pärt verbindet in seinem ,,Annum per annum" mittelalterliche- Tonsprache mit glockenähnlichen Klangstrukturen. Alexander Skrjabin schuf mit seinem raffinierten Klavierstil, der an feingliedriger Polyphonie in der gesamten Klavierliteratur ohne Vergleich ist, seine ,, Preludes Op. 11".

Im Finale fordert Igor Strawinsky im 3. Satz ,,Lä semaine grasse" aus den dargebotenen ,,Drei Tänzen" des Balletts ,, Petruschka" stählerne Rhythmik und frenetische Dynamik. Für den Organisten bedeutete das Schwerarbeit. Für den frenetischen Schussbeifall bedankte sich Albrecht mit Schostakowitschs Ohrwurm "Jazz-Suite Nr. 2" als Zugabe.

Egon Hempel, Tölzer Kurier, 20. Oktober 2011

 

3. Konzert der Tölzer Orgelfesttage 2011 am 25.September

Eine Meisterleistung - Professor Alexander Fiseisky, einer der bedeutendsten Organisten Russlands, bei Orgelfesttagen bejubelt

.... Sein Konzert bei den Tölzer Orgelfesttagen am vergangenen Sonntag lotete ...... die stimmlichen Grenzen der Vleugels-Orgel in derFranziskanerkirche aus. ... Die Zuhörer  wurden Zeuge eines schier atemberaubenden Orgelvortrags, wie er sicherlich so noch kaum im Isarwinkel zu vernehmen war. Schostakowitschs dramatische „Passacaglia“ eröffnete nach der Pause den Reigen neuzeitlicher Werke ....  ein Staunen über den des hoch dekorierten Künstlers derart ausdrucksvollen Umgang mit der „Königin der Instrumente“.

Bevor er jedoch diese Raritäten präsentierte, begann Fiseisky mit Tonschöpfungen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert: Glasunov, Glinka,Odoyevski und Ljapunov – allesamt im deutschsprachigen Raum als Orgelliteraten selten gespielt. Gerade weil aber derzeit Russlands bedeutendster Organist die Gabe besitzt, mit einfallsreicher und mutiger Registrierung, technischer Brillanz und imposanter Dynamik den Werken ein Höchstmaß an Authentizität zu verleihen, nimmt man ihm auch die Ernsthaftigkeit und Fähigkeit ab, sich an neuzeitliche Musik höchsten Schwierigkeitsgrades zu wagen.

Ganz ohne Bach ging’s dann allerdings auch wieder nicht, die heftig erklatschte Zugabe Toccata in C-Dur BWV 564 (mit einer der großartigsten Pedalpassagen der gesamten Orgelliteratur) ließ durch Fiseiskys grandiose Interpretation erahnen, weshalb Bach seiner Zeit so weit voraus war. So war’s ein absoluter Höhepunkt bei den Orgelfesttagen unter dem Motto „Von der Ostsee zum Ural“, bei dieser Werkauswahl wohl kaum jemals zu übertreffen.

Egon Hempel, Tölzer Kurier, 28.September 2011

 

Kinder- und Jugendarbeit

Orgelprojekte am 12.07.2011 für Schülerinnen und Schüler der Tölzer Jahnschule und der VS Bad Tölz-Süd.

» Artikel im Tölzer Kurier vom 13.07.2011 als PDF

 

Zum zweiten Konzert hatte Professor Daniel Zaretsky eine stattliche Anzahl von Werken russischer Komponisten im Gepäck

... Meisterhaft Orgel spielen kann er, der Orgelvirtuose vom Petersburger Konsavatorium.... Diejenigen, die wissen wollten, wie sich russische Orgelmusik anhört, staunten über die unerhörte Tiefe und Intensität der Wiedergabe... Es grenzte an Magie, was er dem Instrument alles entlockte. ... Richtig los legte Zaretsky wieder bei Christopher Kuschnarews rastloser "Passacalia" - und erst recht bei Alfred Schnittkes "Zwei kleine Stücke für Orgel": Sie ähnelten einem bausenden Klanggewitter... Die heftig erklatschte Zugabe bot dann wieder das andere Extrem: Innig, feierlich und anrührend wirkte das Präludium von Mikael Tariverdiew - Zaretskys Interpretation, so meinte man, erlaubte einen Einblick in die Seele des Organisten.

Egon Hempel, Tölzer Kurier, 30.Mai 2011

 

Sternstunde zum Auftakt der Orgelfesttage 2011

... Da war sie also, die viel gepriesene Grundmelodie vom ewigen Leid und der Sehnsucht der russischen Seele. In Rachmaninows Werk opus 29, "Die Toteninsel" steigerte sich dieses Empfinden in ein Schweben zwischen Leben und Tod, Albrecht versetzte die Zuhörer mit seinem mystischen, bis an die Grenzen der Virtuosität gehenden Spiel in Erstaunen: Man meinte ein komplettes Streichorchester agiere im Inneren des massigen Orgelkorpus'. Die orchestrale Dichte und Monumentalität von Modest Mussorgskis weltberühnter Tondichtung "Bilder einer Ausstellung" packte Albrecht auf seine typische Weise an: die hoch gelobte Orchesterfassung von Ravel ignorierend, wählte er seine ureigenste Transkription. ... Riesenbeifall für eine Sternstunde der Orgelmusik, der Begriff "Orgelfesttag" hat seine volle Berechtigung mit diesem Konzert erfahren.

Egon Hempel, Tölzer Kurier, 4. Mai 2011

 

Tölzer Orgelfesttage 2010

Festtage in der Franziskanerkirche

Farben und Klänge an der Vleugels-Orgel freigelegt

... Und diesmal wagte der Münchener Organist und Dirigent Hansjörg Albrecht einen vielfältigen Brückenschlag, der von Antonio Vivaldi und Benedetto Marcello über Franz Liszt und Marco Enrico Bossi bis hin zu Fellinis bevorzugten Filmkomponisten Nino Rota und Fernando Gemani reichte.  Es ist schon erstaunlich, was für Farben und Klänge in der Tölzer Vleiuels-Orgel stecken: Es war der große Verdienst von Albrecht, daß er diese unerhörten Potentiale mit sensibler, auch kühner Registerwahl freilegte.

Marco Frei, Süddeutsche Zeitung, 25.Mai 2010

 

Wie von Zauberhand - Auftakt der Reihe mit Hansjörg Albrecht

... Albrecht, der musikalische Überflieger aus Sachsen, hatte Originalpartituren oder Transkriptionen von sinfonischen Werken im Köcher.

Ein Wiener Walzer auf der Orgel ? Für Hansjörg Albrecht ist das kein Problem – genauso wenig wie Variationen über Joseph Haydns´„Kaiserhymne“, dem melodischen Ursprung der deutschen Nationalhymne. Beides und noch viel mehr konnten die Zuhörer beim ersten Konzert der Tölzer Orgelfesttage 2010  in der Franziskanerkirche  erleben. In seinem Entree baute Albrecht bereits vor: „Schönberg wird anstrengend“, warnte er augenzwinkernd – aber dann folge etwas zur Entspannung: Die Ouvertürezur „Fledermaus“.  Bevor es aber dazu kam, spielte er – nein, zauberte er – auf der Vleugen-Orgel in der Franziskanerkirche. Noch im üblichen Klangrahmen war der´wuchtige Auftakt mit Brahms „Präludium und Fuge g-Moll“, doch bereits höchst virtuos und originell spielte Albrecht die Transkription von Beethovens acht Variationen für Klavier. Doch das berühmte Adagietto aus der 5. Sinfonie von Gustav Mahler setzte das Publikum erst recht in Verzücken...

Egon Hempel, Tölzer Kurier 15. April 2010