Konzerte und Aktuelles

02
2018 - 10 Jahre Tölzer Orgelfesttage
Mit Pauken & Trompeten Freuen Sie sich mit uns auf die zweite Hälfte der Jubiläumssaison mit weiteren... Mehr
28
Herzlich willkommen bei den Tölzer Orgelfesttagen!
Als „Garten Gottes“ wird diese Region manchmal bezeichnet: Der sogenannte Isarwinkel beginnt hier und die... Mehr

Abo Newsletter




Musik der Webseite

Enjott Schneider

Toccata "Schlafes Bruder"

Hansjörg Albrecht | Orgel

Mit freundlicher Genehmigung von Enjott Schneider und des Labels Ambiente Records


www.ambiente-audio.de

Facebook Like

Rückblick 2013
PDF Drucken E-Mail

Ein Rückblick auf die Tölzer Orgelfesttage 2013

2013 war das Jahr des 5jährigen Jubiläums, begannen doch 2009 nach der Gründung des veranstaltenden Vereins der Freunde und Förderer der Orgelkunst im Tölzer Oberland die Tölzer Orgelfesttage unter dem Motto „Einmal rund um die Alpen“. Und seitdem widmen sich die Tölzer Orgelfesttage immer einem Land oder einer zusammengehörigen Region in Europa - so auch 2013 mit dem Motto  „Vive la Musique – Vive la France“. Und das Frankreich Vielseitiges für die Orgel zu bieten hat, wurde durch die von Hansjörg Albrecht ausgewählten Werke aus 3 Jahrhunderten bestens unter Beweis gestellt. Hierbei ragen vor allem Kompositionen des 20. Jahrhunderts heraus, wird doch nicht zuletzt Olivier Messiaen als der katholische Bach der Moderne genannt.

Hat die Konzertreihe mit Werken der Romantik begonnen, so wurde sie mit einem ganz spezifischen „französischen“ Konzert fortgesetzt. Prof. Pierre Pincemaille improvisierte über 70 Minuten auf der Orgel zu dem gleichzeitig gezeigten Stummfilm  „Jean d’Arc“ von 1928. Film und Orgel gingen den Besuchern unter die Haut, zumal es immer wieder nötig wurde, sich auf den Film oder auf die Orgel zu konzentrieren.

Das 3. Konzert untermauerte ein weiteres Ziel des Vereins, junge Musiker für junge Zuhörer zu gewinnen. Ersteres war vorbildlich von 4 Meisterschülern für Orgel der Musikhochhochschule München dargeboten, junge Zuhörer blieben leider aber weitgehend fern. Besser sah es dann beim 3. Konzert mit Prof. Edgar Krapp aus, der ein rein französisches Programm in virtuoser Form zum besten gab. Hier konnte man bemerken, daß die französische OrgelIkone des 20. Jahrhunderts Marie Claire Alain zeitweise in Paris seine Lehrerin war. Und mit großem Aufgebot schlossen die Orgelfesttage 2014, als der Münchener Bach-Chor unter Leitung von Hansjörg Albrecht und Peter Kofler an der Orgel das zur Jahrhundertwende 1900 erstmals aufgeführte Requiem von Gabriel Fauré dargeboten haben. Dieses mächtige Werk, das vom Bach-Chor erstmalig aufgeführt worden war, war ein würdiger Abschluß der Orgelfesttage.

Fazit der Orgelfesttage 2014: Wunderbare Musikwerke, herausragende Künstler, was aber im Tölzer Oberland teilweise noch recht zögerlich angenommen wird.

Im Gegensatz zu früheren Orgelfesttagen gab es 2013 kein Sonderkonzert, dafür aber erstmalig eine „Orgelfahrt“ für Mitglieder und sonstige Interessierte. Die Busfahrt führte  - jeweils verbunden mit einer Stadtführung – nach Landsberg zur großen Schmid-Orgel in der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt und nach Memmingen zur imposanten Goll-Orgel in St. Martin. Auf beiden Orgeln gab HJ Albrecht jeweils nicht nur eine etwa 30minütige Kostprobe mit französischen Werken, sondern führte die Teilnehmer auf der Empore in die beiden Orgeln ein. Alles in allem: ein nachhaltiges Erlebnis.

Der Rückblick endet mit einem großen Dank an alle, die zur Durchführung der Orgelfesttage beigetragen haben.

Gaißach, im Januar 2014

Sepp van Hüllen